Im norwegischen Kongsberg wurden ein Mann und vier Frauen von einem Attentäter mit Pfeil und Bogen getötet. Unter den Opfern befindet sich auch eine Deutsche: Andrea Meyer (52) war Musikerin aus der Neofolk-Szene und beschäftigte sich mit alten Mythen. In unserer Sonderausgabe Mythisches Deutschland heben wir diese historischen Schätze unseres Volkes. Hier mehr erfahren.

Kongsberg, Norwegen, 13. Oktober: Am Abend schießt ein mit Pfeil und Bogen auf willkürlich auf Menschen. Fünf Todesopfer und zwei Verletzte fallen dem Anschlag zum Opfer. Der Täter, ein Däne (37) wird gefasst – er soll die Tat aus islamistischer Motivation begangen haben. Vor Jahren hatte der Mann in einem Video seine Konversion zum Islam verkündet.

Inzwischen teilte die norwegische Polizei mit, dass sich unter den fünf Todesopfern auch „eine seit Längerem in Norwegen lebende deutsche Staatsangehörige“ befindet. Dabei handelt es sich um die 52-jährige Andrea Meyer, wie nun der norwegische Kanal TV2 berichtete.

Andrea Haugen in ihrer Wahlheimat Norwegen. Foto: Promo

Bild schreibt über die Deutsche: „Andrea Meyer wurde in Hamburg geboren, hat aber schon viele Jahre in Norwegen gelebt. Sie galt als sehr zuvorkommend und lebte ein zurückgezogenes Leben. Laut der Zeitung VG jobbte sie gelegentlich, mal dieses, mal jenes. Ihr Nachbar Thomas Nilsen (59) berichtet gegenüber VG: ‚Sie war immer auf der Suche, auch als Mensch. Sie war sehr höflich und entgegenkommend und eine gute Zuhörerin.‘“

Doch über die Tote ist noch mehr bekannt: Sie war eine feste Größe der Neofolk-Szene, begann ihre musikalische Karriere einst als Background-Sängerin der britischen Metal-Band Cradle of Filth. Während einer Tournee lernte sie den Gitarristen der in Norwegen sehr populären Black-Metal Band Emperor, Tomas Haugen alias Samoth, kennen, den sie heiratete und mit dem sie eine Tochter hat. Das Paar ist schon seit einigen Jahren geschieden.

Als Andrea Haugen wurde sie vor allem durch ihr Musikprojekt Hagalaz Runedance bekannt. Hagalaz Runedance erlangte internationale Popularität und Chartplatzierungen. Außerdem publizierte sie das Magazin Horde of Hagalaz, „‚die Stimme der nordischen Hexen, Warlocks und Krieger‘, um den ‚Mythen und der Magie des kalten, nordischen, heidnischen Bodens und dem Wissen um die dunkle Seite der menschlichen Natur‘ Ausdruck zu verleihen“, wie der britische Historiker Nicholas Goodrick-Clarke in seinem Buch Im Schatten der Schwarzen Sonne schreibt.

In einem Interview mit dem Webzine Powermetal erklärte Andrea Haugen selbst, sie habe sich mit Hagalaz Runedance „vorwiegend auf die vergessenen Geheimnisse und Mysterien der Heidenvölker konzentriert“. Ab 2002 trat sie unter ihrem Künstlernamen Nebelhexë auf, produzierte drei weitere Alben und eine EP.

Laut norwegischen Medienberichten bezweifeln die Ermittler inzwischen, dass der Täter ein islamistisches Motiv hatte. Vieles deute eher auf eine psychische Erkrankung hin, so Polizeiinspektor Thomas Omholt bei einer Pressekonferenz.

Nach Angaben der Behörden soll der Däne in den vergangenen Jahren immer wieder im Kontakt mit dem norwegischen Gesundheitsdienst gehabt haben. Zu Details über die psychische Gesundheit des 37-Jährigen wollte sich Omholt jedoch nicht äußern.

Zudem gebe es angeblich Hinweise, dass der Attentäter nicht wirklich zum Islam konvertiert sei. Der Täter habe sich „nicht an die in dieser Kultur und Religion üblichen Traditionen“ gehalten, erklärte Omholt.

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