Rätselhafte Übersterblichkeit: Neun Prozent mehr Tote im Oktober

Wiesbaden/Berlin. Eine verstörende Statistik, für die niemand eine befriedigende Erklärung hat: nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind im Oktober 2021 in Deutschland 82.733 Menschen – das sind rund neun Prozent mehr als der mittlere Wert (Median) der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat (+6.615 Fälle).

Ein Vergleich der Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle im gleichen Zeitraum zeigt, daß die Zahl der Corona-Sterbefälle weitgehend konstant ist. Die erhöhte Gesamtsterblichkeit im September und Oktober erklären sie nicht.

Felix zur Nieden, Referent für demografische Analysen und Modellrechnungen beim Statistikamt, erklärte, daß die beim Robert-Koch-Institut gemeldeten COVID-19-Todesfälle für Oktober für nur ungefähr ein Drittel der gestiegenen Übersterblichkeit in diesem Monat verantwortlich seien. Zur Nieden macht für den Anstieg eine „Dunkelziffer“ nicht gemeldeter Corona-Todesfälle sowie die Spätfolgen von Corona-Erkrankungen verantwortlich. Möglicherweise zeigten sich auch die Auswirkungen von verschobenen Operationen und Vorsorgeuntersuchungen.

Die Möglichkeit, daß es sich bei den vermehrten Todesfällen auch um Impffolgen handeln könnte, zieht der Demographie-Experte offenbar nicht in Betracht.

Auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bleibt bei dieser Frage auffallend vage. Im aktuellen Sicherheitsberichts des Instituts vom 26. Oktober, der nur den gesamten Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis zum 30. September 2021 erfaßt, heißt es nur: „In 1.802 Verdachtsfallmeldungen wurde über einen tödlichen Ausgang in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung berichtet.“ Hinzu kämen „172.188 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech Manufacturing GmbH) und Spikevax (MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L.) sowie den Vektorimpfstoffen Vaxzevria (AstraZeneca AB) und COVID-19 Vaccine Janssen zum Schutz vor COVID-19“.

Im Rahmen der Spontanberichterfassung seien weiterhin bis zum 30.09.2021 insgesamt 1.243 Verdachtsmeldungen einer Myo- oder Perikarditis (Herzmuskelentzündung) unabhängig vom Kausalzusammenhang mit der jeweiligen Impfung erfaßt worden. Dabei war die Melderate bei Jungen und männlichen Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren sowie jungen Männern unter 30 Jahren am höchsten.

Letzteres kann inzwischen niemanden mehr verwundern – das erhöhte Myokarditis-Risiko durch Corona-Impfungen ist inzwischen auch wissenschaftlich dokumentiert. Umso unverantwortlicher ist es, wenn Medien und Experten einen Zusammenhang zwischen der Impfkampagne seit Jahresbeginn und steigenden Sterbeziffern noch immer kategorisch ausblenden. (rk)

Quelle: Zuerst!