Österreichisches Parlement – Foto: Gryffindor/Wikimedia (CC 3.0)

Aus unserer Österreich-Redaktion

Vorab muss hier erschüt­tern­der­weise gesagt werden, dass man sich als Öster­rei­cher „im Fremd­schämen“ winden muss, ange­sichts dieses Nationalrates.

Der große Skandal war ohne Zweifel die klamm­heim­liche „Verab­schie­dung“ von Kanzler Karl Nehammer, gleich zu Beginn der Sitzung, die seit 9 Uhr früh andauert.

Es kann ja wohl nur so sein, dass er sich endlich einmal zu einem Friseur begeben hat, um sich rasieren zu lassen, dieser Anblick in den letzten Tagen seit seiner Corona-Gene­sung war, in der Funk­tion eines Regie­rungs­chefs, nur schwer zu ertragen.

Brav und artig auf seinem Stuhl aushar­rend, der grüne Minister Wolf­gang Mück­stein, als hätte er bereits offi­ziell geputscht und Nehammer nach Hause geschickt.

Neben ihm in provo­kanter Pose und diese noch durch eine, wie deut­lich zu erkennen war nicht „FFP2 konforme“ Camou­flage-Maske, Vertei­di­gungs­mi­nis­terin Klaudia Tanner.

Gene­rell zeich­nete sich die Regie­rungs­mann­schaft in einhellig demons­trierter Abwehr­hal­tung, mit verschränkten Armen sitzend, durch Igno­ranz beson­ders aus.

ÖVP-Minis­terin Elisa­beth Köstinger verließ den Plenar­saal eben­falls offen­sicht­lich gelang­weilt. Desglei­chen die grüne Klub­ob­frau und „Wende­hals“ Sigrid Maurer.

Einzig August Wöginger (ÖVP) hörte artig und recht betroffen drein­schauend den Rednern am Pult zu. Mag sein, er hatte dabei den gehar­nischten Brief seines Partei­kol­legen und Bürger­meis­ters Adi Hinter­hölzl im Hinterkopf.

Gene­rell ist fest­zu­stellen, dass der Plenar­saal ziem­lich leer erscheint. Es hatten sich einige Abge­ord­nete, die sich nicht entgegen ihrer Partei­linie „outen“ wollten, in feiger Manier einfach krank gemeldet. Das große Schwänzen also im Parla­ment, aber entgegen der Schul­zeit selbst­ver­ständ­lich ohne weitere Folgen.

Soweit man in Erfah­rung bringen konnte, sieht die „Verwei­ge­rungs­rate“ inner­halb der regie­rungs­kon­form abstim­menden Parteien wie folgt aus, bei den Enthal­tungen handelt es sich Groß­teils um „krank“ gemel­dete Abge­ord­nete (nach inof­fi­zi­ellen Angaben fehlten 13 Abgeordnete).

Endgül­tiges Ergebnis der Stimmenauszählung:

137 Stimmen pro Impfpflicht

33 Stimmen gegen Impfpflicht

Die anwe­senden Abge­ord­neten der FPÖ (durch tatsäch­liche Krank­heit abwe­send war Dagmar Berla­ko­witsch) haben gesamt mit 28 Stimmen gegen die Impf­pflicht gestimmt.

Die verblei­benden 5 Stimmen werden dann geklärt werden, sobald die Liste mit den nament­li­chen Abstim­mungs­er­geb­nissen (wurde von der FPÖ) gefor­dert vom Parla­ment veröf­fent­licht werden. Dies sollte jedoch sehr zeitnah passieren.

Achtung:
Für alle inter­es­sierten Leser veröf­fent­li­chen wir die Liste der nament­li­chen Abstim­mung, sobald diese vom Parla­ment frei­ge­geben wurde.

Quelle: Unser Mitteleuropa